„Montags, den 3. Novembris 16 00, hat



Magister Martinus Walther, Pfarrer, das erstemal allhier Schul zu halten angefangen, quod alii pastores intermiserant (was die anderen Pfarrer unterlassen hatten)“ Dieser Eintrag aus einer Abschrift der Waltherschen Chronik (1599-1620) markiert die Gründungsstunde des Reichenbacher Schulwesens.

Nachdem annähernd 150 Jahre lang in den Wohnstuben der Pfarrer und Glöckner unterrichtet werden musste,  baute die Gemeinde 1747 das erste Schulhaus, aus welchem man knapp 100 Jahre später aufgrund akuter Platznot in zwei Schulsäle im neu gebauten Rathaus umzog. 1882  kaufte die Gemeinde einen dritte Schulsaal im ehemaligen Gasthaus Beutel. Die Schulraumnot war damit nicht beseitigt. 1902 musste die Gemeinde ein neues Schulhaus in der Knodener Straße bauen. In drei einige Straßen voneinander entfernt liegenden Häusern wurde unterrichtet, begleitet von erheblicher Raumnot, verstärkt durch die Flüchtlinge des 2. Weltkrieges, die auch noch anhielt, als 1955 ein weiterer Schulneubau in der Knodener Straße errichtet wurde. 1991 weihte die Felsenmeerschule ihren Erweiterungsbau ein, was endlich ein Ende der jahrhundertelangen Raumnot bedeutete.